Die Eingewöhungsphase in der Krippe

(in Anlehnung an das „Berliner Modell“)

Der Übergang aus der Familie in die Krippe ist eine große Herausforderung für die ganze Familie –  es bedeutet Loslassen.

Im Vorfeld findet ein Informationselternabend zur Eingewöhnung und ein persönliches Eingewöhnungsgespräch statt.

Ziel der Eingewöhnung ist es, dass jedes Kind eine vertrauensvolle, feste Beziehung zu den pädagogischen Kräften aufbaut.
Denn eine sichere Bindung ist die Grundlage und Voraussetzung für eine gute Bildung und gesunde Entwicklung.
Wir nehmen die Kinder gestaffelt auf, so dass jedes Kind die Zeit bekommt, die es für die Eingewöhnung benötigt.
Die Dauer der Eingewöhnungszeit beträgt ca. 3 – 8 Wochen.

Die Eingewöhnungsphase wird in enger Zusammenarbeit von Eltern und pädagogischen Kräften gestaltet. Die Bedürfnisse des Kindes stehen im Mittelpunkt und alle weiteren Schritte werden individuell darauf abgestimmt.

Ablauf der Eingewöhnung

Grundphase Dauer ca. 3 Tage  ( flexibel gestaltbar)
Ein Elternteil begleitet das Kind in die Einrichtung, ist die ganze Zeit
anwesend und gibt ihm somit die emotionale Sicherheit.
Die Bezugserzieherin bietet dem Kind ersten Kontakt an.

Stabilisierungsphase Etwa am dem 4. Tag trennt sich der Elternteil vom Kind.
Anfangs ca. 10 – 15 min. Er verabschiedet sich mit einem kurzen, gleichbleibendem Ritual vom Kind, bleibt aber in der Einrichtung.
Kommt der Elternteil wieder in die Gruppe, bedeutet dies fürs Kind „Abholzeit“.
Die Reaktion des Kindes auf den Trennungsversuch zeigt uns, wie wir die individuelle Eingewöhnung weiter gestalten.
Schlussphase Der Elternteil verabschiedet sich für einen längeren Zeitraum. Er ist aber jederzeit telefonisch erreichbar und kann bei Bedarf in die Kita kommen. Die pädagogische Fachkraft ist nun die „sichere Basis“ für das Kind, von der es sich trösten und versorgen lässt.

Rolle der Eltern

Durch die Anwesenheit eines Elternteils hat das Kind die Gewissheit, dass es immer wieder Interesse, Halt, Trost und Anerkennung
von seiner Bezugsperson bekommt, wenn es dies braucht. So gestärkt, kann es mit seinem eigenen Tempo und Motivation auf „Entdeckungsreise“ gehen.

Der Elternteil bekommt einen Platz im Gruppenraum und sollte ich eher passiv beobachtend verhalten.