Partizipation und Ko- Konstruktion

Prävention- Kinderschutz

Der im SGB VIII §8a geforderte Kinderschutz wird zum einen durch eine standardisierte Gefährdungseinschätzung sowie durch die Beteiligung einer insoweit erfahrenen Fachkraft gewährleistet. Sollte eine Kindeswohlgefährdung nicht auszuschließen sein, sind die Mitarbeiterinnen verpflichtet die Eltern auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinzuweisen und wenn erforderlich, das Jugendamt zu informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.  Zu diesem Anlass wurden alle Mitarbeiterinnen in einer zweitägigen Schulung mit dem Thema „Kultur der Achtsamkeit“ für die Themenbereiche sexualisierte Gewalt im beruflichen Umfeld, Präventionsmaßnahmen, Handlungsmöglichkeiten und Verfahrenswege bei sexuellen Übergriffen geschult.

Ausgehend vom Bild vom Kind, dass es seine Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mitgestaltet, legen wir zum Wohl des Kindes Wert auf:

  • den Aufbau einer tragfähigen vertrauensvollen Beziehung, die von Offenheit geprägt ist
  • feinfühliges Reagieren auf die Signale der Kinder
  • freies Spiel im Tagesablauf
  • gruppenübergreifende Angebote
  • Gesprächskreise, bei denen Erlebnisse und Wünsche ausgetauscht werden
  • Kinderkonferenzen, in denen z.B. Gruppenregeln usw. abgestimmt werden
  • Beteiligung bei Entwicklungen von Lern- und Bildungsprozessen
  • Konfliktlösungsstrategien mit den Kindern zu suchen
  • Mitgestaltung der Kinder bei der Innen- und Außengestaltung
  • klare Absprachen und Regeln
  • Übernahme von Diensten und Pflichten
  • das Beobachten und Wahrnehmen jedes Kindes durch die päd. Kraft

….. denn Kinderschutz beginnt bei der Partizipation.

 DAS RECHT DES KINDES AUF MITSPRACHE UND MITBESTIMMUNG SEINER BILDUNGSPROZESSE (UN Kinderrecht)

Ko-Konstruktion bedeutet, zusammen mit anderen etwas gestalten, es ist ein offener Prozess.

Das Ergebnis dieses Prozesses ist von vornherein nicht festgelegt, es stellt einen Entdeckungsprozess dar.

Ko-Konstruktion geht niemals ohne Partizipation und umgekehrt!